VPU in Österreich: Ablauf, häufigste Fehler und was wirklich zählt – teilt eure Erfahrungen
von Ambrosius Schmidt · 31.7.2026
Die verkehrspsychologische Untersuchung ist für viele der unangenehmste Teil auf dem Weg zurück zum Führerschein – und der am schlechtesten erklärte. Hier eine Zusammenfassung, wie sie tatsächlich abläuft. Ergänzungen und Widerspruch sind ausdrücklich erwünscht. WANN SIE ANGEORDNET WIRD Die VPU kommt nicht automatisch, sondern wird von der Behörde vorgeschrieben – typisch ab 1,6 Promille, bei Suchtgift-Delikten und bei Wiederholungstätern. Durchführen dürfen sie nur ermächtigte verkehrspsychologische Stellen. WORAUS SIE BESTEHT 1. Leistungstests am Computer: Reaktion, Konzentration, Überblicksgewinnung. 2. Persönlichkeitsfragebögen, unter anderem zu Risikobereitschaft und Umgang mit Alkohol. 3. Explorationsgespräch mit dem Verkehrspsychologen. Der dritte Teil ist der entscheidende. Die Tests sind trainierbar und für die meisten Menschen kein echtes Hindernis. Am Gespräch scheitern die meisten. DIE HÄUFIGSTEN FEHLER Bagatellisieren. Wer sagt "das war einmalig, ich trinke kaum", obwohl die Aktenlage etwas anderes zeigt, verliert sofort an Glaubwürdigkeit. Der Psychologe kennt das Behördenakt. Auswendig gelernte Antworten. Vorgefertigte Sätze aus dem Internet erkennt jeder erfahrene Prüfer in Sekunden – und dann wird kritischer nachgefragt. Keine erkennbare Veränderung. Die Kernfrage lautet nicht "bereust du es?", sondern "was hast du seither konkret anders gemacht?". Wer darauf keine belegbare Antwort hat, hat ein Problem. Nichts vorzuweisen. Belegbare Karenz, Laborwerte, gegebenenfalls Beratungsgespräche – Papier schlägt Beteuerung. Unterschätzte Vorbereitung. Viele gehen unvorbereitet hin, weil "man ja nur ehrlich sein muss". Ehrlichkeit ist Voraussetzung, aber sie ersetzt nicht die Fähigkeit, das eigene Verhalten strukturiert zu erklären. KOSTEN UND WIEDERHOLUNG Die Kosten trägst du selbst, rechne mit mehreren hundert Euro je nach Stelle und Umfang. Bei negativem Ergebnis ist eine Wiederholung möglich, kostet aber erneut Zeit und Geld – weshalb sich Vorbereitung meist schon rein rechnerisch auszahlt. MEINE FRAGEN AN EUCH - Wie lange lag bei euch zwischen Anordnung und Termin? - Wie lange hat die Untersuchung insgesamt gedauert? - Was wurde im Gespräch gefragt, womit ihr nicht gerechnet habt? - Wer hat eine negative Beurteilung bekommen: Woran lag es rückblickend? Je konkreter, desto mehr hilft es den Nächsten. Bitte keine Namen von Psychologen oder Prüfstellen nennen – das bringt niemandem etwas und kann rechtlich heikel werden. TRANSPARENZ Ausführliche Infos zum Ablauf stehen bei uns unter /fuehrerschein. Offenlegung: Wir betreiben mit vpu-vorbereitung.com selbst ein Vorbereitungsangebot und haben dort einen Preisvergleich der gängigen Anbieter. Dieser Beitrag soll trotzdem in erster Linie Erfahrungsaustausch sein – ihr könnt euch auch komplett ohne fremde Hilfe vorbereiten.
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