Allerheiligen und Allerseelen 2026
Sonntag, 1. November, und Montag, 2. November. Was offen hat, wann die Gräbersegnung ist, woher die Bräuche kommen und wie Sie das Grab herrichten.
Das Wichtigste in Kürze
- Allerheiligen, 1. November: gesetzlicher Feiertag, 2026 ein Sonntag, Geschäfte geschlossen § 7 ARG, § 3 ÖZG.
- Allerseelen, 2. November: kein Feiertag, aber in ganz Österreich schulfrei § 2 SchZG.
- Gräbersegnung: meist am Nachmittag von Allerheiligen, Uhrzeit laut Pfarre.
- Friedhof: In Wien ist am 1. November keine Einfahrt mit dem Auto möglich; die Öffis fahren dichter.
- Grablichter: Kerzenreste in den Restmüll, LED-Lichter zur Problemstoffsammlung, nichts in den Friedhofskompost.
Die Termine rund um Allerheiligen 2026
| Datum | Was | Status |
|---|---|---|
| Sa, 24. Oktober | Beginn der schulfreien Zeit | Wochenende vor dem Nationalfeiertag |
| Mo, 26. Oktober | Nationalfeiertag | gesetzlicher Feiertag |
| Di, 27. bis Sa, 31. Oktober | Herbstferien | § 2 Abs. 4 Schulzeitgesetz |
| Sa, 31. Oktober | Halloween | kein Feiertag |
| So, 1. November | Allerheiligen | gesetzlicher Feiertag, Gräbersegnung meist am Nachmittag |
| Mo, 2. November | Allerseelen | kein Feiertag, aber schulfrei |
| Di, 3. November | Schulbeginn | zehn schulfreie Tage am Stück |
Weil Allerheiligen auf einen Sonntag fällt, geht Arbeitnehmern 2026 ein freier Tag verloren; einen Ersatztag sieht das Gesetz nicht vor. 2027 fällt der 1. November auf einen Montag.
Zwei Tage, eine Tradition
An Allerheiligen gedenkt die katholische Kirche aller Heiligen, auch jener, die keinen eigenen Festtag haben. Allerseelen ist der Gedenktag für die Verstorbenen. In Österreich sind die beiden Tage zusammengewachsen: Weil nur der 1. November arbeitsfrei ist, gehen die meisten Familien schon an diesem Nachmittag auf den Friedhof. Die Katholische Jungschar formuliert es so: Mit dem Friedhofsgang am Nachmittag des Allerheiligentages beginnt das Fest Allerseelen.
Die Gräbersegnung ist der Mittelpunkt: Nach einer Andacht geht ein Priester oder Diakon über den Friedhof und segnet die Gräber. Viele Pfarren halten sie am Allerheiligen-Nachmittag, manche erst an Allerseelen. Die Uhrzeit steht im Pfarrblatt.
Bräuche: Striezel, Seelenlichter, Krapfenschnappen
- Allerheiligenstriezel. Der geflochtene Germzopf ist das Geschenk der Taufpaten an ihre Patenkinder, deshalb heißt der Tag mancherorts Godntag oder Godltag. Ursprünglich war der Striezel eine Seelenspeise: Arme und Kinder bekamen ihn und beteten dafür für die Verstorbenen. Regional heißt er auch Seelenwecken oder Seelenbrot.
- Seelenlichter. Die Kerzen auf den Gräbern stehen für das Ewige Licht, das den Verstorbenen leuchten soll. In der Nacht auf Allerseelen, so der alte Glaube, kehren die Toten für kurze Zeit zurück. Dazu kommen Gestecke aus Tannenzweigen, Chrysanthemen und Erika.
- Krapfenschnappen. Nur in Osttirol und Teilen Südtirols ziehen Buben verkleidet von Haus zu Haus und schnappen mit einer Holzzange nach Krapfen – ein Heischebrauch, der älter ist als Halloween.
Zum Friedhof: Anreise und Öffnungszeiten
Auf den Friedhöfen Wien ist am 1. November die Einfahrt mit dem Pkw nicht möglich, auch der E-Bus am Zentralfriedhof fährt an diesem Tag nicht. Der Zentralfriedhof hat bis 2. November von 7 bis 18 Uhr geöffnet, ab 3. November von 8 bis 17 Uhr. Die Wiener Linien verdichten rund um Allerheiligen die Intervalle: 2025 fuhr die Straßenbahnlinie 11 schon ab 7 Uhr, die Buslinien 38B und 39B verkehrten nur an Allerheiligen von 8 bis 17 Uhr. Die Angaben für 2026 veröffentlicht die Stadt meist in der letzten Oktoberwoche.
Vor den großen Friedhöfen stehen in den Tagen davor Allerheiligenmärkte mit Blumen, Gestecken und Kerzen. Wer Gedränge meiden will, richtet das Grab schon am Wochenende davor her und kommt am 1. November nur zur Segnung.
Grablichter: welche, wie lange, wohin damit
Klassische Grablichter brennen je nach Größe zwei bis sieben Tage. Wer das Grab über die Allerheiligenwoche hinaus beleuchten will, braucht einen kleinen Vorrat oder ein LED-Licht. Eine Laterne schützt die Flamme vor Wind und Regen und hält die Grabplatte sauber.
Sicherheit: Rund 60 Prozent aller durch Kerzen ausgelösten Brände entstehen laut Kuratorium für Verkehrssicherheit zwischen November und Jänner. Stellen Sie Kerzen nie direkt neben trockene Gestecke oder Kränze, und verwenden Sie bei Wind und Trockenheit lieber LED-Lichter.
Entsorgung: Kerzenbecher, Seidenblumen und Plastik gehören nicht in den Friedhofskompost. Kerzenreste zählen zum Restmüll, LED-Lichter mit Batterie zur Problemstoffsammlung. Viele Friedhöfe stellen rund um Allerheiligen eigene Behälter für Kerzenplastik auf.
Häufige Fragen zu Allerheiligen und Allerseelen
- Ist Allerheiligen 2026 ein Feiertag, und was ist offen?
- Ja. Allerheiligen ist in Österreich ein gesetzlicher Feiertag (§ 7 Abs. 2 Arbeitsruhegesetz) und fällt 2026 auf einen Sonntag. Geschäfte sind geschlossen (§ 3 Öffnungszeitengesetz), ausgenommen sind etwa Tankstellen, Bahnhofsläden und Betriebe mit Sonderregeln der Länder. Blumenstände vor den Friedhöfen haben in der Regel offen. Weil der Feiertag auf einen Sonntag fällt, gibt es dafür keinen Ersatztag.
- Ist Allerseelen schulfrei oder ein Feiertag?
- Allerseelen am 2. November ist kein gesetzlicher Feiertag, Geschäfte und Ämter haben offen. Schulfrei ist der Tag aber in ganz Österreich: Das Schulzeitgesetz nennt den Allerseelentag ausdrücklich (§ 2 Abs. 4 Z 2). Zusammen mit dem Nationalfeiertag und den Herbstferien vom 27. bis 31. Oktober sind Schüler 2026 vom 24. Oktober bis 2. November frei.
- Was ist der Unterschied zwischen Allerheiligen und Allerseelen?
- Allerheiligen ist das Fest, an dem die katholische Kirche aller Heiligen gedenkt, auch der namenlosen. Allerseelen ist der Gedenktag für die Verstorbenen. Weil nur Allerheiligen arbeitsfrei ist und beide Tage aufeinanderfolgen, sind die Bräuche in Österreich zusammengewachsen: Der Friedhofsgang am Nachmittag des 1. November gilt schon als Beginn von Allerseelen.
- Wann ist die Gräbersegnung?
- Meist am Nachmittag von Allerheiligen, in manchen Pfarren am Allerseelentag. Ein Priester oder Diakon geht über den Friedhof und segnet die Gräber, oft nach einer Andacht in der Friedhofskapelle. Die genaue Uhrzeit steht im Pfarrblatt oder auf der Website der Pfarre; in größeren Gemeinden gibt es mehrere Umgänge.
- Was ist der Allerheiligenstriezel?
- Ein geflochtener Germteig-Zopf, den Taufpaten ihren Patenkindern schenken. Deshalb heißt der Tag in manchen Regionen auch Godntag oder Godltag. Der Brauch geht auf die Seelenspeise zurück: Früher bekamen Arme und Kinder das Gebäck, damit sie für die Verstorbenen beteten. Regional heißt er auch Seelenwecken oder Seelenbrot.
- Darf ich mit dem Auto zum Friedhof fahren?
- Auf den Wiener Friedhöfen ist am 1. November die Einfahrt mit dem Pkw nicht möglich, der E-Bus am Zentralfriedhof fährt an diesem Tag nicht. Die Wiener Linien verdichten dafür die Intervalle; 2025 fuhr die Linie 11 ab 7 Uhr und die Buslinien 38B und 39B nur an Allerheiligen. In anderen Städten gelten eigene Regeln, planen Sie überall mehr Zeit und einen Fußweg ein.
- Wohin mit den ausgebrannten Grablichtern?
- Nicht in den Kompost am Friedhof: Kerzenbecher, Seidenblumen und Plastik gehören dort nicht hinein. Kerzenreste zählen zum Restmüll, LED-Lichter mit Batterie zur Problemstoffsammlung. Viele Friedhöfe stellen rund um Allerheiligen eigene Behälter für Kerzenplastik auf; in Wien fallen jedes Jahr Hunderte Tonnen Grablichter an.
- Hat Halloween etwas mit Allerheiligen zu tun?
- Der Name schon: Halloween kommt von „All Hallows Eve“, dem Abend vor Allerheiligen. Die oft erzählte keltische Herkunft gilt heute als widerlegt. Nach Österreich kam der Brauch in den 1990er-Jahren aus den USA zurück. Der 31. Oktober ist kein Feiertag.
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Öffi- und Marktangaben beziehen sich auf 2025; die Stadt Wien veröffentlicht die Regelung für 2026 meist Ende Oktober. Stand: 4. Oktober 2026.