Das Wichtigste vorab
- Versicherte Anschrift und Polizzennummer: vor dem Einstieg bereitlegen.
- Gegenstände einzeln erfassen.
- Eine Meldung ist keine Zusage zur Versicherungsleistung.
Gegenstände einzeln erfassen
Eine Liste mit Bezeichnung, ungefährem Kaufzeitpunkt und vorhandenem Beleg ist hilfreicher als eine pauschale Gesamtsumme. Kennzeichnen Sie geschätzte Werte. Notieren Sie, welche Dinge noch überprüft werden müssen und welche bereits von einem Fachbetrieb untersucht wurden.
Inventar und Gebäudeteile unterscheiden
Ein Möbelstück und ein beschädigter Boden können unterschiedlichen Verträgen zugeordnet sein. Halten Sie beide Schäden fest und vermerken Sie, wem die Sachen gehören. Über den tatsächlich zuständigen Vertrag und die Deckung entscheidet der Versicherer anhand Ihrer Unterlagen.
Eine Schadenliste, mit der Rückfragen beantwortet werden können
Vergeben Sie je Gegenstand eine laufende Nummer. Ergänzen Sie Raum, Bezeichnung, Marke oder Modell, ungefähren Kaufzeitpunkt und vorhandenen Beleg. Verwenden Sie dieselbe Nummer für Fotos und Rechnungen. Bei einem beschädigten Gerät ist die Modellbezeichnung oft hilfreicher als eine bloße Angabe wie „Fernseher“. Notieren Sie, ob eine Prüfung oder Reparatur bereits stattgefunden hat. Noch nicht belegte Werte bleiben ausdrücklich geschätzt; eine aufaddierte Wunschsumme ersetzt diese Zuordnung nicht.
So bereiten Sie die Meldung vor
Beginnen Sie mit dem Ereignis, nicht mit einer vermuteten Entschädigungssumme. Prüfen Sie anschließend den zugehörigen Vertrag und ergänzen Sie Dokumente mit nachvollziehbaren Dateinamen.
- Versicherungsnehmer, Polizze und Kontaktadresse abgleichen.
- Datum, Ort und Hergang in zeitlicher Reihenfolge notieren.
- Beschädigungen und betroffene Personen oder Gegenstände konkret benennen.
- Vorhandene Belege mit Datum und kurzer Beschreibung sammeln.
- Angaben kontrollieren und Kopien der später eingereichten Unterlagen behalten.
Was nach der Meldung wichtig wird
Bewahren Sie die Schadennummer auf. Neue Unterlagen sollten dem vorhandenen Vorgang zugeordnet werden. Eine Rückfrage des Versicherers ist weder eine Zusage noch eine Ablehnung; lesen Sie genau, welche Informationen fehlen. Eine automatische Eingangsbestätigung enthält meist noch keine inhaltliche Entscheidung.
Gut vorbereitet
Diese Angaben und Unterlagen helfen Ihnen weiter
- Versicherte Anschrift und Polizzennummer
- Betroffene Räume und Gegenstände
- Fotos und vorhandene Kaufbelege
- Rechnungen für bereits notwendige Maßnahmen
Fehlt noch etwas, notieren Sie die offene Frage. Ergänzen Sie keine Vertragsnummer, Ursache oder Frist, die Sie nicht sicher kennen.
Häufige Fragen
Was ist, wenn ich keine Rechnung mehr habe?
Nennen Sie den ungefähren Kaufzeitpunkt und prüfen Sie vorhandene Bestellbestätigungen, Fotos oder andere Unterlagen. Kennzeichnen Sie die Lücke. Welche Nachweise ausreichen, entscheidet der Versicherer für den konkreten Fall.
Kann ich direkt bei meiner Versicherung melden?
Ja. Viele Versicherer bieten dafür ein eigenes Formular, Kundenportal oder eine App. Wenn Sie eine Frist beachten müssen oder sofortige Hilfe benötigen, nutzen Sie den zuständigen direkten Kontakt.
Muss ich die genaue Schadenhöhe schon kennen?
Wenn Sie einen Betrag noch nicht sicher kennen, kennzeichnen Sie ihn als Schätzung oder lassen Sie die Frage offen. Belege und ein Kostenvoranschlag können später helfen. Erfinden Sie keine Werte, um ein Feld zu füllen.
Was passiert in der aktuellen Formularvorschau?
Die Schadenformulare führen durch Angaben und Unterlagen. Prüfen Sie vor dem Abschluss die angezeigten Informationen zur Verarbeitung und Übermittlung. Das Lesen dieses Ratgebers und das bloße Ausfüllen der Eingabefelder versenden keine Meldung.