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Ratgeber · Österreich · Stand Oktober 2026

Brennholz: Preise, richtig kaufen, lagern und trocknen

Was ein Raummeter kostet, wie Sie Angebote mit Raummeter, Schüttraummeter und Briketts fair vergleichen, woran Sie trockenes Holz erkennen und warum das Klaubholz im Wald nicht Ihnen gehört.

Das Wichtigste in Kürze

  • Buche ofenfertig zugestellt 140–155 € je Raummeter, Fichte 100–115 € (LK NÖ, September 2026).
  • Ein Schüttraummeter ist nur etwa 0,7 Raummeter – Angebote immer umrechnen.
  • Ofenfertig heißt höchstens 20 % Wassergehalt; Buche braucht dafür rund zwei Jahre.
  • Holzbriketts kosten je kWh etwa gleich viel wie Buchen-Scheitholz und sind immer trocken.
  • Holz im Wald sammeln ist ohne Zustimmung des Eigentümers verboten – auch Klaubholz § 174 ForstG.

Brennholzpreise im Herbst 2026

Holzart (je Raummeter)1-m-Scheiter, frei WaldstraßeOfenfertig, zugestellt
Rotbuche115–135 €140–155 €
Sonstiges Hartholz (Eiche, Esche, Ahorn …)110–130 €135–145 €
Weichholz (Fichte, Kiefer, Tanne, Lärche)70–85 €100–115 €

Richtpreise der Landwirtschaftskammer Niederösterreich vom 21. September 2026, inklusive Mehrwertsteuer. Händler liegen oft darüber: Die Arbeiterkammer Oberösterreich fand bei geschlichteter Buche (33 cm) zuletzt 111 bis 182 Euro je Raummeter, im Schnitt 144 Euro. Die Nachfrage ist im April am höchsten – wer dann kauft, hat bis zum Winter Zeit zum Nachtrocknen.

Angebotsrechner: Was kostet die Wärme wirklich?

Bis zu drei Angebote eintragen – Raummeter, Schüttraummeter, Festmeter, Säcke oder Brikettpaletten. Der Rechner zeigt, wie viel Energie im Holz steckt, was eine Kilowattstunde kostet und welches Angebot am günstigsten ist.

Angebot 1 · günstigste Wärme

7,7 ct/kWh

5 850 kWh im Holz

entspricht € 150 je Raummeter Buche

Angebot 2

8,4 ct/kWh

8 190 kWh im Holz

entspricht € 164 je Raummeter Buche

Angebot 3

8,0 ct/kWh

4 608 kWh im Holz

entspricht € 156 je Raummeter Buche

Heizwerte für lufttrockenes Scheitholz mit 15 bis 20 Prozent Wassergehalt: je Raummeter Hartholz 1.950, Birke 1.750, Lärche/Kiefer 1.600, Fichte/Tanne 1.500 kWh; je Kilogramm 4,0 kWh. Holzbriketts 4,8 kWh/kg. Umrechnung: 1 Festmeter ≈ 1,4 Raummeter, 1 Schüttraummeter (33-cm-Scheite) ≈ 0,7 Raummeter. Frisches oder feuchtes Holz liefert deutlich weniger – ein billiges Angebot ist nur billig, wenn das Holz trocken ist.

Wie lange Ihr Holz im Ofen reicht und was die Wärme im Vergleich zu Pellets, Heizöl und Strom kostet: Brennholz-Rechner beim Kaminofen.

Festmeter, Raummeter, Schüttraummeter

EinheitWas gemessen wirdUmrechnung
Festmeter (fm)Ein Kubikmeter massives Holz ohne Zwischenräume – so wird Holz im Wald gemessen.1 fm ≈ 1,4 rm ≈ 2 Srm
Raummeter (rm), SterEin Kubikmeter geschlichtetes Holz mit Luftspalten, etwa als 1 × 1 × 1 m Stapel.1 rm ≈ 0,7 fm ≈ 1,4 Srm
Schüttraummeter (Srm)Ein Kubikmeter lose geschüttete, ofenfertige Scheite – so wird oft per Kipper geliefert.1 Srm ≈ 0,7 rm (bei 33-cm-Scheiten)

Faustwerte; je nach Holzart, Scheitlänge und Schlichtung weichen die Faktoren ab. Händler rechnen teils mit eigenen Werten – fragen Sie nach.

Brennholz kaufen: sechs Regeln

  1. 01Einheit klären. Raummeter geschlichtet oder Schüttraummeter lose? Ein Angebot je Srm wirkt um ein Drittel billiger, enthält aber auch ein Drittel weniger Holz. Immer auf Raummeter umrechnen – oder gleich in Cent je kWh, wie im Rechner oben.
  2. 02Scheitlänge passend. 25, 33 oder 50 cm – entscheidend ist der Brennraum Ihres Ofens. Kürzer geschnitten kostet mehr, weil jeder Schnitt Arbeit ist.
  3. 03Trockenheit zusichern lassen. Ofenfertig heißt höchstens 20 Prozent Wassergehalt. Lassen Sie sich das schriftlich bestätigen und messen Sie bei der Lieferung an frisch gespaltenen Scheiten nach. „Vorgetrocknet“ oder „ein Jahr gelagert“ ist oft zu feucht.
  4. 04Menge nachmessen. Geschlichtetes Holz nach dem Abladen ausmessen: Länge × Höhe × Tiefe des Stapels. Bei Schüttware hilft der Laderaum des Kippers mit bekannten Maßen.
  5. 05Rechnung mit allen Angaben. Holzart, Menge mit Einheit, Scheitlänge, Wassergehalt und Preis inklusive Zustellung gehören auf die Rechnung – nur so lassen sich Mängel reklamieren.
  6. 06Regional und früh kaufen. Holz vom Bauern oder Waldverband aus der Gegend ist meist günstiger als Sackware aus Baumarkt oder Tankstelle. Wer im Frühjahr kauft, hat bis zum Herbst Zeit nachzutrocknen.

Holzbriketts oder Scheitholz?

Hartholzbriketts werden aus Sägespänen ohne Bindemittel gepresst und haben nur 6 bis 10 Prozent Restfeuchte. Im Herbst 2026 kostet eine 960-kg-Palette RUF-Briketts ab Lager rund 360 bis 390 Euro, zugestellt 430 bis 500 Euro – 0,37 bis 0,52 Euro je Kilogramm. Mit 4,7 bis 4,9 kWh je Kilogramm landen sie bei 7,5 bis 10 Cent je kWh, fast genau dort, wo ofenfertige Buche liegt.

  • Für Briketts spricht: immer trocken, gleichmäßige Qualität, wenig Platz (rund 250 kg ersetzen einen Raummeter Hartholz), sauber zu lagern.
  • Für Scheitholz spricht: regional vom Bauern, schöneres Flammenbild, günstiger bei Selbstabholung oder eigener Aufarbeitung.
  • Achtung: Briketts quellen beim Abbrand auf und brennen heiß – nur verwenden, wenn der Hersteller des Ofens sie zulässt, und nicht mehr auflegen als angegeben.

Preise bei OBI, Hornbach, Spar und Lagerhaus, Sorten und ein Bedarfsrechner: Holzbriketts.

Lagern und trocknen

HolzartTrocknungszeit (gespalten, überdacht)
Fichte, Tanne, Kiefer, Pappeletwa 1 Jahr
Birke, Erle, Lärcheetwa 1 bis 2 Jahre
Buche, Esche, Ahornmindestens 2 Jahre
Eiche2 bis 3 Jahre
  • Gespalten lagern – rundes Holz mit Rinde trocknet kaum.
  • Oben abdecken, seitlich offen lassen: Wind trocknet, eine rundum geschlossene Plane hält die Feuchtigkeit drin.
  • Vom Boden fernhalten (Paletten, Kanthölzer) und eine Handbreit Abstand zur Hauswand.
  • Sonnige, windige Seite wählen; im Keller nur bereits trockenes Holz in gut gelüfteten Räumen.
  • Vor dem Verheizen messen: frisch gespaltenes Scheit, Mitte der Bruchfläche, Anzeige unter 20.

Holz aus dem Wald: was erlaubt ist

Jedes Stück Holz im Wald gehört dem Waldeigentümer, auch abgebrochene Äste und liegendes Klaubholz. Das freie Betretungsrecht erlaubt Erholung, nicht das Mitnehmen. Wer sich ohne Erlaubnis Holz aneignet, begeht eine Verwaltungsübertretung nach dem Forstgesetz – ohne Bagatellgrenze, mit bis zu 730 Euro Geldstrafe oder einer Woche Arrest § 174 Abs. 3 ForstG; Forstschutzorgane dürfen das Holz beschlagnahmen. Legal geht es mit einem Klaubholzschein des Eigentümers (nur Tragbares, ohne Säge) oder einer Vereinbarung zur Selbstwerbung, bei der Bundesforsten über den Revierleiter als Kleinstockvergabe. Säge, Schutzausrüstung und Kurse: Motorsäge.

Werkzeug für den Holzvorrat

Wer Meterscheiter kauft oder selbst aufarbeitet, spart je Raummeter einiges – braucht aber einen Spalter und einen trockenen Lagerplatz. Welche Spaltkraft Sie brauchen und ob sich Mieten lohnt: Holzspalter-Berater.

Häufige Fragen zu Brennholz

Was kostet ein Raummeter Brennholz?
Laut Landwirtschaftskammer Niederösterreich (September 2026, inklusive Mehrwertsteuer) kostet Buche ofenfertig zugestellt 140 bis 155 Euro je Raummeter, als Meterscheiter ab Waldstraße 115 bis 135 Euro. Weichholz wie Fichte liegt bei 100 bis 115 Euro ofenfertig. Händler verlangen teils deutlich mehr: Ein Preisvergleich der Arbeiterkammer Oberösterreich fand für geschlichtete Buche zwischen 111 und 182 Euro je Raummeter.
Wo kaufe ich Brennholz am günstigsten?
Meist direkt beim Bauern oder Forstbetrieb in der Nähe, bei Waldverbänden oder Maschinenringen, und als Meterscheiter, die man selbst schneidet und spaltet. Lagerhaus und Baumärkte sind bequem, Sackware an Tankstellen ist je Kilowattstunde am teuersten. Vergleichen Sie Angebote immer umgerechnet auf Cent je kWh – der Rechner oben macht das für drei Angebote auf einmal.
Wie viel Brennholz brauche ich für einen Winter?
Für einen Kaminofen, der als Zusatzheizung an kalten Abenden läuft, reichen oft zwei bis vier Raummeter. Ein Kachelofen als Hauptheizung eines Wohnbereichs braucht sieben bis fünfzehn Raummeter. Ein Raummeter Buche liefert rund 1.950 kWh Energie, mit einem modernen Ofen gut 1.500 kWh Wärme im Raum.
Wie lange muss Brennholz trocknen?
Weichholz wie Fichte etwa ein Jahr, Buche und Esche mindestens zwei Jahre, Eiche zwei bis drei Jahre – gespalten, luftig und überdacht gelagert. Waldfrisches Holz hat rund 60 Prozent Wassergehalt, ofenfertig sind höchstens 20 Prozent. Kammergetrocknetes Holz ist sofort ofenfertig, kostet aber mehr.
Holzbriketts oder Brennholz – was ist günstiger?
Je Kilowattstunde liegen sie fast gleichauf: Hartholzbriketts kosten im Herbst 2026 etwa 0,37 bis 0,45 Euro je Kilogramm (960-kg-Palette rund 360 bis 430 Euro) und liefern 4,7 bis 4,9 kWh je Kilogramm, also etwa 7,5 bis 9,5 Cent je kWh. Buchen-Scheitholz ofenfertig zugestellt liegt bei rund 7 bis 10 Cent. Briketts sind garantiert trocken und brauchen weniger Platz; rund 250 Kilogramm ersetzen einen Raummeter Hartholz. Ob Ihr Ofen Briketts verträgt, steht in der Bedienungsanleitung.
Darf ich im Wald Holz sammeln?
Nein, nicht ohne Zustimmung des Waldeigentümers – auch kein liegendes Klaubholz und keine abgebrochenen Äste. Das Holz gehört dem Eigentümer, das Betretungsrecht erlaubt nur die Erholung. Unbefugtes Aneignen von Holz ist nach dem Forstgesetz in jeder Menge strafbar, mit bis zu 730 Euro oder einer Woche Arrest (§ 174 ForstG); bei größerem Wert kommt Diebstahl in Frage. Legal geht es nur mit Klaubholzschein oder einer Vereinbarung mit dem Forstbetrieb.
Kann ich Brennholz selbst im Wald machen?
Nur nach Vereinbarung mit dem Waldbesitzer. Die Bundesforste vergeben das sehr eingeschränkt als Kleinstockvergabe; der Revierleiter legt fest, welche Bäume oder Flächen aufgearbeitet werden dürfen. Andere Forstbetriebe verkaufen Holz ab Stock – der Schottenforst in Wien etwa ab 35 Euro je Raummeter. Ein Motorsägenkurs (etwa FAST Pichl, gefördert 130 Euro, oder bei den Ländlichen Fortbildungsinstituten) und Schnittschutzausrüstung sind dringend zu empfehlen; manche Waldbesitzer verlangen sie.
Welches Brennholz ist das beste?
Für die Grundwärme Hartholz wie Buche, Esche oder Eiche: dicht, brennt lange und gleichmäßig, bildet gute Glut. Zum Anheizen Weichholz wie Fichte, das schnell zündet. Je Kilogramm liefern alle Holzarten fast gleich viel Energie; je Raummeter bringt Buche rund 30 Prozent mehr als Fichte, kostet aber auch mehr. Umgerechnet auf die kWh ist Fichte oft nicht teurer.
Darf ich Brennholz im Keller lagern?
Nur gut getrocknetes Holz in einem gut gelüfteten Raum – Kärnten schreibt das ausdrücklich vor. Feuchtes Holz im Keller trocknet kaum, schimmelt und bringt Feuchtigkeit ins Haus. Besser: draußen überdacht trocknen lassen und nur den Vorrat für ein bis zwei Wochen ins Haus holen.
Welchen Holzspalter brauche ich?
Für ofenfertiges Weichholz bis etwa 25 cm Durchmesser reicht ein elektrischer liegender Spalter mit 4 bis 5 Tonnen, für Buche bis 30 cm sollten es 7 bis 9 Tonnen sein. Meterholz und knorrige Stücke brauchen einen stehenden Spalter mit 10 bis 20 Tonnen, oft mit 400 V. Details und ein Berater auf unserer Holzspalter-Seite. Wichtig sind Zweihandbedienung und Schutzhaube. Für Anzündholz genügt ein manueller Keilspalter, auf den man das Scheit mit dem Hammer schlägt – ohne Axt und ohne Finger in der Nähe der Klinge.

Andere Brennstoffe

Pelletspreis, Heizölpreis und Gaspreis.

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